11. April 2009
GasteigANDREAS HOFER UND GASTEIG/ STANGE
Am 9. April 1809 marschieren österreichische Truppen über das Pustertal in Tirol ein, gleichzeitig nähern sich vom Süden Franzosen und von Norden her bayrische Bataillone unter General Speicher. Andreas Hofer erlässt am Sandhof eine „Offene Ordre“: u„Morgen wird für Gott, Kaiser und Vaterland ausgezogen nd jedermann ermahnt brav dreinzuschlagen“. Im Passeiertal melden sich auf Anhieb zu viele Freiwillige, Hofer kann nur die Hälfte über den Jaufen mitnehmen; auch im übrigen Tirol ist es ähnlich. In Gasteig wollen 2 Kapuziner im Auftrag des bayrisch gesinnten Landrichters von Sterzing die Männer zur Heimkehr bewegen, allerdings vergeblich. Von Gasteig aus (Gasteigerhof) schreibt Hofer an seine VertrautenBriefe, in denen er bewaffnete Männer – auch aus dem Vinschgau - anfordert bzw.vom Vorrücken der „Kaiserlichen“ nach Freienfeldberichtet. Auch von Sterzing aus, wo nun der Schauplatz der Kämpfe ist, verfasst er mehrere Schreiben. Allseits überliefert wird die Episode, wonach sich die Schützen mit Hilfe einiger mutiger Frauen auf beladenen Heuwagen den Bayern nähern und sie zum Aufgeben zwingen. Die Bayern und ihr General werden in Schloss Wolfsthurn in Mareit eingesperrt, während sich vom Süden General Bisson mit etwa 2600 Franzosen sowie der bayrische General Wreden nähern. Sie besetzen Sterzing, während die Bauern flüchten. Sie nehmen vier Geiseln mit, darunter den Bürgermeister und ziehen Richtung Innsbruck weiter. Chasteler (Schatler) kommt mit den Kaiserlichen erst am 14. nach Sterzing und lobt dort Hofer (Le brave Sandwirt de Passeyer est un heros...). Man wusste, dass inzwischen Bisson schon in Innsbruck besiegt worden war.
Beim heutigen „Gourmethotel Schafer“ in Stangeerinnern noch zwei Tafeln an der Hausmauer an diese erstenKämpfe.
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