italiano | english
Matrikelstiftung 2010
MuseumPasseier

Termine MuseumPasseier

Fotorückblick
 
Dienstag, 03. August 2010
 
Freitag, 06. August 2010
 

MuseumPasseier
Andreas Hofer auf der Pfandler Alm

Als am 23. November 1809 die Nachricht vom Herannahen eines französischen Truppenkontingentes über den Jaufen eintrifft, verlässt Andreas Hofer den Sandhof und sucht mit seiner Familie und dem Schreiber Kajetan Sweth am Prantacher Berg oberhalb von St. Martin Zuflucht: Zuerst beim Keldererhof, drei Tage später beim Pfandler Hof.

Am 11. Dezember schickt der Sandwirt seine Familie in ein Versteck am Schneeberg und steigt selbst mit seinem Schreiber bis auf die Pfandler Alm, wo sie sich in einer Heuhütte verstecken.
Am Heiligen Abend kommt seine Ehefrau Anna zusammen mit dem Sohn Johann zu Hofer und Sweth auf die Almhütte.

Zunächst hält Hofer stur an einem Weiterkämpfen fest. Von seinem Versteck aus verschickt er Schreiben an Kaiser Franz und Erzherzog Johann.
Auf den Rat seiner Freunde, die ihn umstimmen wollen und ihm die Flucht nach Österreich nahe legen, hört er nicht.
Franz Raffl, ein Bauer aus Prantach bei St. Martin, verrät das Versteck um 1.500 Gulden an die Franzosen.
Trotz Vorwarnung verlässt Hofer die Hütte nicht, sondern ergibt sich offensichtlich seinem Schicksal.

Am 28. Jänner 1810 – um vier Uhr morgens – nehmen italienische und französische Soldaten den Sandwirt samt Schreiber, Frau und Sohn auf der Pfandler Alm gefangen. Die Sandwirtin und ihr Sohn werden in Bozen frei gelassen, Andreas Hofer und Kajetan Sweth bis nach Mantua gebracht. Dort wird der Sandwirt am 20. Februar 1810 erschossen.