Das Gericht PasseierTirol war vom 13. bis 19. Jahrhundert in Gerichte eingeteilt, wobei diese neben Rechtspflege und polizeilichen Diensten alle Aufgaben einer heutigen Gemeindeverwaltung inne hatten.
Das Gericht Passeier deckte sich im Wesentlichen mit den heutigen Gemeindegrenzen der drei Passeirer Gemeinden. Es war in vier Propsteien eingeteilt: Propstei
Prantach, Walten, Walchs und
St. Martin.Das
Wappen des Gerichts Passeier zeigt den Tiroler Adler und eine Eule.
Eng mit dem Gericht verflochten war die
Gerichtsgemeinde. Das Tal Passeier war zu einer einigen Gemeinde zusammengeschlossen, an deren Spitze der Gerichtsanwalt stand.
Die Gerichtsgemeinde wandte sich immer wieder direkt an den Landesherrn und ließ sich ihre Rechte bestätgien, so bereits 1496 von König Maximilian.
Ab dem 18. Jahrhundert gab es ständig Streitereien mit den Gerichtsherren bzw. den Richtern, bis die Gerichtsgemeinde ab 1762 schließlich selbst das Gericht übernahm.
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