Hofer-Gedächtniskapelle

Zum 100. Geburtstag von Andreas Hofer bildete sich 1867 in Meran ein Komitee mit dem Ziel, „dem Manne von Tirol ein nationales und vor Allem bleibendes Denkmal zu setzen.“ Es sollte die Form einer Kapelle haben. Denn Hofer sei „nicht gestorben, als er den Tod erduldet; er hat im Tode errungen des Ruhmes ewige Kunde.“ Ein deutlicher  Verweis auf Jesus.

Aber erst 15 Jahre später, 1882, gingen genügend Spenden ein, damit die Bauarbeiten beginnen konnten. Die Kapelle hat einen kreuzförmigen Grundriss. Die vier Arme des Kreuzes symbolisieren die vier Stände (Adel, Klerus, Bürgertum und Bauern), auf die Hofer sich stützte. Über dem Zentrum erhebt sich ein Turm, Symbol für die „überragende Heldengestalt“ Hofers. Die Mauern aus Granit sollten ohne Verputz bleiben, „so einfach und schlicht wie Hofer selbst.“ Dann war das Geld schon wieder aufgebraucht. Erst 1896 wurde mit den Malereien im Inneren begonnen. In drei Haupt- und acht Nebenbildern ist der Tiroler Aufstand von 1809 und Hofers Tod dargestellt. Das zentrale Bild zeigt Hofer in der Festung Mantua, „seine Heldenseele ausgehaucht, und über ihm schwebende Engelsgestalten bringen ihm die Siegespalme und den Kranz der Unsterblichkeit.“

Hinkommen: Die Gedächtniskapelle steht unmittelbar neben dem MuseumPasseier und ist während seiner Öffnungszeiten frei zugänglich. Etwas unterhalb steht eine zweite Kapelle, das Heilig-Grab-Kirchlein. Sie wurde um 1700 vom Urgroßvater Andreas Hofers nach einem Besuch in Jerusalem gebaut. Zu besichtigen auf Anfrage im Museum.