Norggensteig

Norggen, auch Nörggelen genannt, sind an vielen Orten Südtirols zu Hause. Ihr Name soll sich von Orcus ableiten, dem Gott der Unterwelt. Mancherorts hält man sie für missratene kleine Engel. In Passeier, wo es besonders viele Sagen über die Norggen gibt, kennt man sie eher als unerlöste Totengeister in Zwergengestalt. Sie haben eine auffallende Ähnlichkeit mit den Knappen des Mittelalters, die durchwegs sehr klein gewachsene Männer waren. Wahrscheinlich wegen der Nähe zum Bergwerk am Schneeberg, das zwischen Passeier und Ridnaun liegt (heute ein Erlebnisbergwerk). In vielen Sagen sind sie gutmütig und helfen den Bauern bei der Arbeit. In anderen Sagen sind sie dagegen recht boshaft oder treiben mit den Menschen allerlei Scherze.
Am Norggensteig kann man sie an 13 Stationen antreffen, die der Meraner Künstler Matthias Schönweger gestaltet hat. Die Stationen bieten bebilderte Sagenerzählungen, Unterhaltsames, Sinnliches und Spiele. Der Norggensteig ist in Zusammenarbeit mit dem MuseumPasseier entstanden. Er geht auf der Höhe von St. Leonhard in einen Lehrpfad über Fischerei und Imkerei über.
 

Hinkommen: Vom Museum zur Passer und ca. 200 m flussaufwärts. An einer Brücke zweigt der ausgeschilderte Norggensteig ab. Er verläuft abwechselnd flach und mit einigem Auf und Ab (180 Hm) großteils im schattigen Wald bis nach St. Leonhard. Für Kinderwagen nicht geeignet.