Theater ÜBERdasLEBEN

Das Ensemble „theaterspiel“ zeigte das Stück „ÜBERdasLEBEN oder meine Geburtstage mit dem Führer“ von Beate Albrecht.

„In unserer neuen Ausstellung Helden & Wir geht es um die Werte, um die es auch im Theaterstück geht: Dass man sich aktiv gegen Ungerechtigkeit wehren muss und dass es nötig ist für Demokratie und Menschlichkeit einzutreten – auch heute noch“, so Museumsobmann Albin Pixner.
In dieser Hinsicht passte das Theaterstück perfekt zum Museumsthema und sollte auch eine wertvolle Ergänzung und Vertiefung des Geschichtsstoffes in der dritten Mittelschule sein.

 

 

Die 9-jährige Anni (gespielt von Floriane Eichhorn – bekannt aus der Serie „Alle meine Töchter“) hat am selben Tag Geburtstag wie Adolf Hitler. Im Jahr 1933 schreibt sie ihm einen Brief – den sie nie abschickt. Zunächst ist Anni angetan vom neuem Regime unter Hitler. Aber nach einigen negativen Erfahrungen wendet sie sich ab. Sie schreibt wieder einen Brief an Hitler, einen Protestbrief – auch den behält sie in ihrer Westentasche. Mit jedem Geburtstag, den die Zuschauer mit Anni erleben, verändert sich die Welt um sie herum zunehmend. Ihr Jugendfreund wird begeisterter Anhänger der NS-Diktatur. Beide Elternteile werden ermordet. Anni kommt in ein Konzentrationslager. 

„Der Schrecken der damaligen Zeit wurde in berührender Weise auf der Bühne greifbar“, waren sich die begleitenden Lehrpersonen einig. Auch die Schüler waren von der schlichten Inszenierung und den inhaltlichen Aussagen betroffen und begeistert. Bei der anschließenden Diskussion wurde die Notwendigkeit von Zivilcourage auch in heutigen Lebenssituationen angesprochen.

Es spielten:
Magda - Beate Albrecht (Schauspielerin, Autorin, Theatermacherin), Witten
Anni – Floriane Eichhorn (Schauspielerin), Köln
Hansi – Kevin Herbertz (Schauspieler), Köln
Werner – Ivica Novakovic (Tänzer), Dortmund
Herr Liebmann - Florian Walter (Musiker), Essen
Live- Musik: Duisburger Philharmoniker/ Florian Walter
Bewegungsregie: Emanuele Soavi
Regie: Achim Conrad
Komposition: Matthias Schlothfeldt
Dauer: 65 Minuten

Ein Projekt von theaterspiel.