Das Geschenk von Ueli Steck

In der Welt der Extrembergsteiger gibt es viele Stars, so auch den ehrgeizigen und vielleicht schnellsten Solokletterer Ueli Steck aus der Schweiz.

Aus diesem Grund hatten Bürgermeister Konrad Pfitscher und Ulrich Karlegger im Auftrag des MuseumPasseier – anlässlich eines Vortrags von Steck in St. Leonhard – den Extremsportler um ein Geschenk für die Ausstellung „Helden & Wir“ gebeten. Und umgehend auch erhalten: Per Post sandte die „Swiss Machine“, so Stecks Übername, seine Sportjacke ins Passeier. Das Dankeschreiben vom 6. April 2017 hat das Bergsteigeridol wohl nicht mehr gelesen – er reiste Anfang April bereits in den Himalaya, um sich auf einen neuen Rekordversuch vorzubereiten. Er wollte innerhalb von 48 Stunden und ohne Sauerstoffflasche den Mount-Everest und den daneben gelegenen Lhotse besteigen.

Passend zu den bevorstehenden Schlagzeilen plante nun auch das Museum die Veröffentlichung des persönlichen Geschenks, allerdings nichts ahnend, dass Steck diesmal für traurige Neuigkeiten sorgen würde.

Am 30. April verunglückte der 40-Jährige bei einer Vorbereitungstour für seine Expedition tödlich. Die genauen Umstände, unter denen Steck als einer der besten Kletterer der Welt ums Leben kam, sind unklar. Die Plattform für Kondolenzwünsche, die auf Stecks Webseite eingerichtet wurde, verzeichnet über 3.000 Einträge. Hier gehen die Meinungen über den Prominenten Steck weit auseinander, von „moderner Held“ und „Schweizer Superman“ bis zu Statements wie „selber schuld“ und „Bergsteiger sind Egoisten“.

Stecks Geschenk ans Museum ist nun in einer Vitrine ausgestellt und erzählt über die Leidenschaft des Speedkletterers, die Grenzen des Alpinismus zu verschieben. Wo die Grenzen zwischen Held und Nicht-Held liegen, muss jeder Besucher für sich selbst